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Laktationsberaterinnen tagten in der Frauenklinik am Siloah St. Trudpert Klinikum
02. Juni 2012
Am Samstag, den 2. Juni 2012 hatte die Frauenklinik des Siloah St. Trudpert Klinikums zum wiederholten Male den Bund deutscher Laktationsberaterinnen (BDL) zu einer interdisziplinären Fachtagung zu Gast.
Frau Monika Jahnke, Vorstand des BDL, begrüßte rund 35 Teilnehmerinnen aus den unterschiedlichen Berufen, wie Ärzte, Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Krankenschwestern, sowie Still- und Laktationsberaterinnen, IBCLC und stimmte die Anwesenden auf einen bunt gemischten Vortragsreigen zum Thema: Stillen – Wir sprechen über Bekanntes? Ungewöhnliches? Tabus? ein.
Erste Referentin war Frau Dr. phil. Heike Wolter mit einem sehr emotionalen und bewegenden Thema "Wenn die Milch ins Leere fließt – (Ab)Stillen in Verlustsituationen". Für viele Berufsgruppen rund um die Geburt ist es jedes Mal heikel und schwierig, Frauen/Eltern in einer solchen Ausnahmesituation zu betreuen und zu begleiten. Frau Dr. Wolter schilderte ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen, wie auch die von anderen betroffenen Paaren und gab viele hilfreiche Tipps und Informationen an die Anwesenden weiter, um Elternpaare bei Verlust kompetent, mitfühlend und nicht bemitleidend zu betreuen.
Im zweiten Vortrag von ihr ging es dann um das Folgethema „wieder in guter Hoffnung“ - was bedeutet die Folgeschwangerschaft für eine Frau nach dem Verlust eines Kindes. Welche besondere Zuwendung braucht es beim Stillbeginn?
Auch aus diesem Vortrag haben die Anwesenden viele hilfreiche Informationen erhalten, die sicher bei der Betreuung zukünftiger Eltern vor/während/nach der Geburt wertvoll sein können.
In einem weiteren Vortrag, gehalten von Frau Iris Steidle, Still- und Laktationsberaterin, IBCLC, stand ein in unserer Gesellschaft kontrovers diskutiertes Thema im Mittelpunkt. „Langzeitstillen“ – Qualität der Muttermilch – die Akzeptanz in der Gesellschaft. Leider ist es heute so, dass die natürliche, normale Ernährung, Muttermilch, nur in den ersten Lebensmonaten einen hohen Stellenwert hat und mit jedem weiteren Monat, vor allem über das 1. Lebensjahr hinaus, als „unnatürlich und für das Kind schädlich betitelt wird. Frau Steidle berichtete von Müttern, die sich regelrecht verteidigen mussten, um die Stillbeziehung zu ihrem Kind fortführen zu können. Und das obwohl WHO und UNICEF die Ernährung mit Muttermilch in den ersten 6 Monaten ausschließlich, und dann bei geeigneter Beikost bis zum 2. Lebensjahr und darüber hinaus, empfiehlt. Die Anwesenden erfuhren viele neue Informationen, um den Frauen weiterhin Mut zum langen Stillen zu machen und ihnen unterstützend zur Seite stehen zu können.
Auch das Thema "die IBCLC und das Stillen von Frühgeborenen – das Emotionskarussell zwischen Mutter und Pflegeteam", vorgetragen von Frau Renata Schlicher, Kinderkrankenschwester und IBCLC aus Worms, war ein äußerst interessanter Vortrag. Ebenso wie die Vorträge von Dr. Herbert Renz-Polster, in dem es um die Grundlagen der Stillbeziehung, die intuitive Kommunikation und Bindung ging.
Abschließend ist zu sagen: Es war für alle ein interessanter Vortragstag mit vielen wichtigen Themen aus dem Berufsalltag. Die Fortbildung erhielt eine positive Resonanz der Teilnehmerinnen, die sowohl den Inhalt, als auch den Ablauf des Tages, sowie die Angebote der anwesenden Aussteller sehr lobten. Großes Lob erhielt auch das Team der Stillberaterinnen des Siloah St. Trudpert Klinikums, das die Fortbildung organisiert und bewirtet hat.

Dr. phil. Heike Wolter

Dr. Herbert Renz-Polster
Erste Referentin war Frau Dr. phil. Heike Wolter mit einem sehr emotionalen und bewegenden Thema "Wenn die Milch ins Leere fließt – (Ab)Stillen in Verlustsituationen". Für viele Berufsgruppen rund um die Geburt ist es jedes Mal heikel und schwierig, Frauen/Eltern in einer solchen Ausnahmesituation zu betreuen und zu begleiten. Frau Dr. Wolter schilderte ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen, wie auch die von anderen betroffenen Paaren und gab viele hilfreiche Tipps und Informationen an die Anwesenden weiter, um Elternpaare bei Verlust kompetent, mitfühlend und nicht bemitleidend zu betreuen.
Im zweiten Vortrag von ihr ging es dann um das Folgethema „wieder in guter Hoffnung“ - was bedeutet die Folgeschwangerschaft für eine Frau nach dem Verlust eines Kindes. Welche besondere Zuwendung braucht es beim Stillbeginn?
Auch aus diesem Vortrag haben die Anwesenden viele hilfreiche Informationen erhalten, die sicher bei der Betreuung zukünftiger Eltern vor/während/nach der Geburt wertvoll sein können.
In einem weiteren Vortrag, gehalten von Frau Iris Steidle, Still- und Laktationsberaterin, IBCLC, stand ein in unserer Gesellschaft kontrovers diskutiertes Thema im Mittelpunkt. „Langzeitstillen“ – Qualität der Muttermilch – die Akzeptanz in der Gesellschaft. Leider ist es heute so, dass die natürliche, normale Ernährung, Muttermilch, nur in den ersten Lebensmonaten einen hohen Stellenwert hat und mit jedem weiteren Monat, vor allem über das 1. Lebensjahr hinaus, als „unnatürlich und für das Kind schädlich betitelt wird. Frau Steidle berichtete von Müttern, die sich regelrecht verteidigen mussten, um die Stillbeziehung zu ihrem Kind fortführen zu können. Und das obwohl WHO und UNICEF die Ernährung mit Muttermilch in den ersten 6 Monaten ausschließlich, und dann bei geeigneter Beikost bis zum 2. Lebensjahr und darüber hinaus, empfiehlt. Die Anwesenden erfuhren viele neue Informationen, um den Frauen weiterhin Mut zum langen Stillen zu machen und ihnen unterstützend zur Seite stehen zu können.
Auch das Thema "die IBCLC und das Stillen von Frühgeborenen – das Emotionskarussell zwischen Mutter und Pflegeteam", vorgetragen von Frau Renata Schlicher, Kinderkrankenschwester und IBCLC aus Worms, war ein äußerst interessanter Vortrag. Ebenso wie die Vorträge von Dr. Herbert Renz-Polster, in dem es um die Grundlagen der Stillbeziehung, die intuitive Kommunikation und Bindung ging.
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Dr. phil. Heike Wolter
Dr. Herbert Renz-Polster
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