Kapelle St. Trudpert
Das Krankenhaus Siloah
Die Gründung des Evangelischen Diakonissenvereins Siloah
Der Evangelische Diakonissenverein Siloah wurde im Jahre 1872
gegründet. Die Motivation der Gründungsmitglieder waren die Liebe Jesu
Christi und der Wunsch, diese Liebe an kranke, alte und behinderte
Menschen weiterzugeben. Damit verfolgten die Gründer des Vereins das
Ziel, humanitäre Hilfe auf der Grundlage eines christlichen
Menschenbildes zu leisten.
Nach der Satzung des Evangelischen Diakonissenvereins Siloah „sollen möglichst Schwestern einer Diakonieschwesternschaft
zur Pflege berufen werden.“ Seit 1966 besteht ein Gestellungsvertrag mit der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg.
Der Name des Trägervereins und des Krankenhauses
Für den Trägerverein und das Krankenhaus Siloah wurde ein Name aus der
Bibel gewählt. Im Johannesevangelium wird von einer Krankenheilung
berichtet. Jesus legte einem Blinden Lehm auf die Augen und sagte zu
ihm: „Geh zum Teich Siloah und wasche dich.“ Der Kranke vertraute
Jesus, tat was dieser sagte, und kam sehend zurück.
Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind
geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen:
Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er
blind geboren ist? Und Jesus antwortete: Es hat weder dieser
gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke
Gottes offenbar werden an ihm.
Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat,
solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken
kann.
Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus
einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden.
Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah – das heißt übersetzt:
gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch
sich und kam sehend wieder.
Das Krankenhaus St. Trudpert
Die Gründung des Ordens
Die Ordensgemeinschaft wurde im Jahre 1845 durch den
Priester Abbè Blank in St. Markus (Elsaß) gegründet. Die
Schwesterngemeinschaft wählte als ihren Schutzherrn den hl.
Josef. Die Motivation des Gründers war, den Menschen zu
bezeugen, dass Gott die Liebe ist und dass wir diese Liebe
durch unsere caritative Tätigkeit an kranke, alte und behinderte
Menschen weitergeben, entsprechend dem Satz des
Apostels Paulus: „Die Liebe Christi drängt uns.“
Der Name des Krankenhauses St. Trudpert
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Was bewegt uns heute?
Zunehmender Wettbewerb bestimmt die Situation im Gesundheitswesen. Kostendruck, höhere Erwartungen von Patientinnen und Patienten, ständig fortschreitende Entwicklungen in Medizin und Technik sowie wachsender Verwaltungsaufwand sind die derzeitigen Herausforderungen, denen wir uns stellen.
Wie reagieren wir?
Die Entwicklung einer leistungsfähigen Krankenhausorganisation
ist unerlässlich, damit wir trotz knapper
Ressourcen unseren diakonisch-caritativen und gesellschaftlichen
Auftrag erfüllen können.
Im Rahmen eines umfassenden Qualitätsmanagements werden
Strukturen und Arbeitsabläufe im Blick auf die
Versorgung der Patientinnen und Patienten und die
Wirtschaftlichkeit laufend überprüft und verbessert.
Durch die Sicherstellung einer ständigen Aus-, Fort- und
Weiterbildung fördern wir Kompetenz und Professionalität.
Damit tragen wir zur fachlichen und persönlichen
Weiterentwicklung aller Mitarbeitenden bei.
Wie arbeiten wir?
Wir leisten unsere Arbeit in der Spannung zwischen ökonomischem
Druck und Nächstenliebe und sind davon überzeugt,
dass diakonisch-caritatives Handeln auch in der aktuellen
Situation unser Auftrag bleibt.
Wir wollen, dass in unseren Krankenhäusern Menschen
Linderung und Heilung von ihren Krankheiten finden. Alle
Mitarbeitenden setzen dafür ihr Wissen und ihr Können ein.
Wir achten und schützen die Würde des Menschen und verstehen
jeden Menschen als von Gott nach seinem Bild
geschaffen und von ihm geliebt. Krankheit, Schwäche und
Hilfsbedürftigkeit gehören zum Wesen des Menschen und
können seine Würde nicht beeinträchtigen. Unsere Hilfe gilt
allen, unabhängig von Herkunft, Nationalität und Religion.
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Den Menschen, die sich uns anvertrauen, begegnen wir in Herzlichkeit und Güte. Wesentliche Elemente sind dabei Zuwendung und das Gespräch sowie die Einbeziehung ihres persönlichen Umfelds. In einer Zeit, in der die wirtschaftlichen Fragen im Vordergrund stehen, wollen wir den Menschen in seiner Einheit von Leib, Seele und Geist im Blick behalten. Die Begleitung von Sterbenden und ihrer Angehörigen sowie das Abschiednehmen von Verstorbenen sind uns wichtige Anliegen. Das Evangelium von Jesus Christus ist die Grundlage unseres Dienstes.
Wie gehen wir miteinander um?
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Als Mitarbeitende in Leitungsfunktionen sind wir in besonderer
Weise verantwortlich für die Organisation der alltäglichen
Arbeit sowie für die zukunftsorientierte
Weiterentwicklung unserer Krankenhäuser. Wir
legen Wert auf eine einvernehmliche Regelung von
Aufgabenteilung und Arbeitsweise aller Beteiligten. Dabei
tragen wir Sorge dafür, dass die Mitarbeitenden im Rahmen
ihrer Möglichkeiten eingesetzt werden. Leiten heißt für uns:
überzeugen und sich überzeugen lassen, fördern und fordern,
anregen und zuhören, Störungen wahrnehmen und zu
ihrer Behebung beitragen sowie neue Entwicklungen erkennen
und nutzbar machen.
Im Gelingen und Scheitern sind wir bei alledem Lernende und
auf gegenseitige Vergebungsbereitschaft angewiesen.