Bild Siloah St. Trudpert Klinikum, Orthopädie und Unfallchirurgie, Zwei Ärzte betrachten ein Hüft-Röntgenbild auf dem Bildschirm
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Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Ablauf einer Kniegelenk-Operation

Vor der Kniegelenk- Operation

  1. Steht Ihnen aufgrund von Gelenkverschleiß und den damit verbundenen Gelenkschmerzen eine Knieoperation bevor, informieren wir Sie im Rahmen eines Knie-OP-Aufklärungs- und Beratungsgesprächs umfassend.
  2. Die Einnahme bestimmter Medikamente sollten Sie vor der Knie-Operation vorübergehend unterbrechen. Hierzu beraten wir Sie im Gespräch vor der Knie-Operation gerne.
  3. Zudem  untersuchen wir vorab Ihr Kniegelenk gründlich, um festzustellen, ob Sie ein künstliches Kniegelenk oder eine Umstellungsosteotomien benötigen.
  4. Außerdem besprechen wir Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und Ihre Narkosefähigkeit. In einigen Fällen ist eine Eigenblutspende vor einer geplanten Knieoperation sinnvoll.
  5. Um Ihre Knie-OP optimal vorbereiten und planen zu können, benötigen wir ein Computertomographiebild Ihres Kniegelenks oder wir führen eine Magnetresonanztomographie in unserer Radiologie durch.
  6. Anhand der bildgebenden Untersuchungen Ihres Kniegelenks können wir z.B. die Größe und der Typ eines künstlichen Kniegelenks festgelegen. Dies wird patientenindividuell am PC mit Hilfe einer speziellen Software geplant.
     

Die Knie-OP

  1. Der Gelenkersatz eines verschlissenen Kniegelenks gegen ein künstliches Kniegelenk dauert bei uns in der Regel eine Stunde. Dabei folgen wir einem festen Ablauf.
  2. Neben herkömmlichen offenen Knie-Operations-Methoden setzen wir ein künstliches Kniegelenk auch minimal-invasiv ein.  
  3. Über die kleinen Öffnungen verschaffen wir uns einen Zugang zu Ihrem Kniegelenk.
  4. Anschließend entfernt der behandelnde Arzt:

    - verschlissene Flächen Ihres Kniegelenks
    - verschlissene Andockstellen von Ober- und Unterschenkel
    - verbliebene Meniskusreste
    - gereizte Schleimhaut
     
  5. Mittels spezieller Schablonen und Sägen formen wir die Andockstellen Ihres Ober- und Unterschenkels präzise auf die Implantation des neuen Kniegelenks zu.
  6. Bevor wir die Knieprothese im Knochen final verankern, prüft der Operateur mit einem Probe-Gelenkersatz Sitz, Größe, Stabilität sowie Bewegungsspielraum.
  7. Anschließend erfolgt die endgültige Implantation des künstlichen Kniegelenks.
  8. Abschließend prüft unser Operateur die Funktion und Beweglichkeit des neuen Kniegelenks. Danach fixiert er das künstliche Kniegelenk endgültig.
  9. Die Wunde, die nach der Knie-Operation verbleibt, verschießen wir und legen einen
    Kompressionsverband an.
     

Nach der Knie-Operation

  1. Bereits am Tag der Knie-OP beginnen wir mit einer Frührehabilitation. Im Rahmen einer Physiotherapie strecken und beugen wir Ihr künstliches Kniegelenk vorsichtig.
  2. Muskeln, Bänder und Sehnen, die Ihr Kniegelenk stabilisieren, sind nach der Gelenk-OP geschwächt. Wir bringen Ihnen bei, wie Sie sich aus dem Liegen aufrichten, an- und auskleiden und wie Sie sicher mit einer Gehhilfe laufen.
  3. Die Physiotherapie wird in der Woche nach der Knieoperation mit verschiedenen Übungen fortgesetzt.
  4. In der Regel können Sie das Krankenhaus nach 5-7 Tagen wieder verlassen.