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Aktuelles

Empfang der Französischen Botschaft in Berlin

Dank für Unterstützung und Solidarität in der Corona-Pandemie

PD Dr. med. René Gust im Gespräch mit Anne-Marie Descôtes, Frankreichs Botschaftlerin in Deutschland, und Jean Rottner, Präsident der französischen Region Grand-Est, sowie der Dolmetscherin. (v.l.n.r.) Bildnachweis: Ambassade de France en Allemagne / Französische Botschaft in Berlin

Als die Grenzen zwischen Frankreich und Deutschland in der Corona-Krise nahezu geschlossen waren, rückten die beiden Nachbarländer noch enger zusammen: Kliniken in Deutschland haben ihren französischen Kolleginnen und Kollegen ihre medizinische Hilfe angeboten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung bei der Versorgung von Covid-19-Patienten zugesagt. Insgesamt 141 Corona-Intensivpatientinnen und -patienten aus Frankreich wurden von deutschen Kliniken aufgenommen, um die Krankenhäuser in den stark von der Pandemie betroffenen Gebieten zu entlasten und zu unterstützen. Vier Patienten aus dem Elsass befanden sich im März und April 2020 im Siloah St. Trudpert Klinikum in Behandlung, wo sie das Ärzte- und Pflegeteam auf der isolierten Corona-Intensivstation versorgte.

Bei einem Empfang der Französischen Botschaft anlässlich der Nationalfeiertags Mitte Juli in Berlin bedankten sich Anne-Marie Descôtes, Frankreichs Botschaftlerin in Deutschland, und Jean Rottner, Präsident der französischen Region Grand-Est, bei den rund 70 anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Kliniken sowie der Bundesländer für die entgegengebrachte und gelebte Solidarität in der Krise. Hervorgehoben wurden die schnelle Bereitschaft zur Hilfe und der Zusammenhalt im Sinne des europäischen Gedankens. Für das Siloah St. Trudpert Klinikum nahm der Ärztliche Direktor PD Dr. med. René Gust an der Veranstaltung teil und tauschte sich mit den Vertretern der französischen Regierung sowie den Klinikvertretern aus. „Für uns stand außer Frage, dass wir unseren französischen Kolleginnen und Kollegen beistehen und Intensivpatienten aufnehmen. Es bestehen seit vielen Jahren zahlreiche persönliche Kontakte zur Ärzteschaft und zum Rettungsdienst in den französischen Nachbarregionen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktioniert außerordentlich gut und die Corona-Krise hat diese Freundschaft und Verbundenheit noch stärker gemacht“, so PD Dr. René Gust.

Frankreich-Konzeption mit breitem Maßnahmenpaket
Um die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Baden-Württemberg über die Corona-Pandemie hinaus zu festigen, hat die Landesregierung jüngst ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Die sogenannte Frankreich-Konzeption bündelt verschiedene grenzüberschreitende Maßnahmen zwischen den beiden Ländern und beschreibt in zehn Aktionsfeldern – u.a. Wissenschaft und Wirtschaft, Gesundheit, Bildung, Soziales – die strategische Ausrichtung. Für insgesamt 29 Einzelmaßnahmen werden in einem ersten Schritt laut Staatsministerium Baden-Württemberg über 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. So soll etwa im Bereich Gesundheit das bestehende Kompetenzzentrum TRISAN (Trinationales Kompetenzzentrum für grenzüberschreitende Gesundheitskooperation am Oberrhein) hinsichtlich eines Austausches im Bereich der Epidemiologie stärker ausgebaut werden.