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Frauenklinik

Babyfreundliche Geburtsklinik - natürlich, sanft, familienorientiert

In der Geburtshilfe bevorzugen wir eine natürliche, sanfte und familienorientierte Geburtsleitung. Bei mehr als 1300 Geburten im Jahr ist in jedem Einzelfall eine individuelle Betreuung im Kreißsaal sowie auch auf der Wochenstation gegeben. Dafür trägt ein bestens eingespieltes Team aus Hebammen, Ärzten, Pflegekräften und Stillberaterinnen Sorge.

Unsere Familienzimmer bieten die Möglichkeit, dass frischgebackene Eltern die ersten gemeinsamen Tage nach der Geburt mit Ihrem Baby erleben können. In den appartementähnlich eingerichteten Zimmern ist die ganze Familie zusammen – Tag und Nacht.

Gütesiegel „Babyfreundliches Krankenhaus“

Bild, Siloah St. Trudpert Klinikum, Frauenklinik, Logo Zertifizierte Geburtsklinik

Das Zertifikat der Babyfreundlichen Geburtsklinik zeichnet uns als eine Klinik aus, die einen besonders hohen Betreuungsstandard  erfüllt. Unser Ziel ist es, den Neugeborenen den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. In der ersten Lebensphase wird besonders Wert auf die Bindungsförderung  zwischen Eltern und Kind gelegt. Zudem unterstützen wir Sie aktiv beim Stillen. Bereits seit Juni 2005 sind wir ausgezeichnet worden und sind im März 2017 rezertifiziert worden.

Was es bedeutet, Babyfreundlich zu sein und wie wir werdende Mütter und Väter vor, während und nach der Geburt begleiten, erfahren Sie hier im Video:

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Diese 10 Schritte  müssen babyfreundliche Einrichtungen nach WHO und Unicef erfüllen.

Weitere Informationen zur Initiative „Babyfreundlich“ erhalten Sie hier.  

Hebammensprechstunde

Sollten Sie sich entschieden haben, Ihr Kind im Siloah St. Trudpert Klinikum auf die Welt zu bringen, können Sie über die Telefonnummer  07231/498-2789 einen Termin in der Hebammensprechstunde vereinbaren.

Melden Sie sich am besten bereits in der 32 Schwangerschaftswoche, damit wir einen Termin für die 35-36 SSW vereinbaren können. Betreuen können wir Sie ab der 36+0 SSW bei Ihrer Geburt, da wir kein Haus der Maximalversorgung sind. Das bedeutet, dass wir keine Kinderklinik im Haus haben, die zu früh geborene Kinder betreuen und versorgen kann.

Die Hebammensprechstunde findet hier im Haus mit einer, wie der Name schon sagt, Hebamme statt. Falls es Bedarf an einem Gespräch mit einem unsere Gynäkologen gibt, ist dies natürlich ebenalls möglich. Bei dem Hebammengespräch werden die für uns wichtigen Daten aus Ihrem Mutterpass und die Anamnese aufgenommen. Zusätzlich besprechen wir mit Ihnen ein paar Details zum Geburtsverlauf und zum Stillen und Sie können uns Ihre Wünsche zur Geburt mitteilen.

Wann Sie in die Geburtsklinik kommen sollten

Ein Zeichen für einen Geburtsbeginn ist die regelmäßige Wehentätigkeit. Regelmäßig bedeutet, dass Sie ca. alle 4-5 Minuten über mindestens 1 Stunde lang Wehen verspüren.

Der Blasensprung stellt ebenfalls einen Geburtsbeginn dar. Ein Blasensprung bedeutet, dass die schützende Hülle, die Ihr Kind in der gesamten Schwangerschaft umgibt, einreißt und Fruchtwasser austritt. Meist ist das mindestens ein Glas voll, manchmal geht das Fruchtwasser aber auch nur Tröpfchenweise ab. Egal welche Blasensprungart es ist: Sie sollten sich zu uns in den Kreißsaal aufmachen.

Ein weiterer wichtiger Grund den Kreißsaal aufzusuchen ist eine vaginale Blutung. Sollte eine solche auftreten, ist eine beginnende Öffnung des Muttermundes meist der Grund dafür und sollte in der Klinik abgeklärt werden.

Sobald Sie hier im Kreißsaal ankommen, werden wir eine Aufnahmeuntersuchung durchführen, die das Abtasten des Bauches mit den sogenannten Leopold´schen Handgriffen, das Schreiben eines CTGs, das Messen der Vitalzeichen, ein Ultraschall sowie eine vaginale Untersuchung beinhaltet. Danach werden wir mit Ihnen gemeinsam besprechen, wie es weitergeht, ob Sie vielleicht schon im Kreißsaal bleiben können oder evtl. noch in eines unserer Wehenzimmer oder auf ein Zimmer auf der Station dürfen.

Äußere Wendung

Liegt Ihr Kind nach 37 Schwangerschaftswochen noch in der Steißlage, haben Sie verschiedene Möglichkeiten zu entbinden:

Das kann  ein geplanter Kaiserschnitt sein oder Sie entscheiden sich für eine Steißlagengeburt auf natürlichem Weg, die dann allerdings in einer darauf spezialisierten Klinik stattfinden sollte. Die dritte Möglichkeit ist der Versuch einer äußeren Wendung, die wir Ihnen bei uns anbieten können. Eine gelungene Wendung bietet Ihnen die Chance, einen Kaiserschnitt zu vermeiden und Ihr Kind auf natürlichem Weg auf die Welt zu bringen.

Dazu findet zunächst eine ausführliche Beratung und eine sorgfältige Untersuchung statt, bei der genau geschaut wird, wie es dem Kind geht und wie die Erfolgschancen für einen Wendungsversuch sind.

Kommt ein Wendungsversuch für Sie in Frage, erhalten Sie zunächst eine Infusion mit einem wehenhemmenden Medikament, das für die bestmögliche Entspannung der Gebärmuttermuskulatur sorgt. Dann wird versucht, durch bestimmte Handgriffe an Ihrem Bauch das Kind zu einer Vorwärts- oder Rückwärtsrolle zu bewegen. Bei günstigen Voraussetzungen (z.B. ausreichende Fruchtwassermenge, Kind ist nicht zu groß u.a.) stehen die Chancen gut, dass die Wendung gelingt. Dabei werden ständig die Herztöne Ihres Kindes kontrolliert. Gibt es hierbei Auffälligkeiten oder ist die Wendung nicht ohne Widerstand möglich, wird der Versuch sofort abgebrochen, ebenso, wenn Sie sich unwohl fühlen sollten.

Um mögliche, sehr seltene Komplikationen rechtzeitig erkennen zu können, empfehlen wir Ihnen, bis zum nächsten Tag in der Klinik zu bleiben.

Ist die Wendung in Schädellage gelungen, entlassen wir Sie am folgenden Tag in die weitere Betreuung Ihres Frauenarztes bzw. Frauenärztin. Bei nicht gelungener Wendung können wir einen Termin für einen geplanten Kaiserschnitt vereinbaren. Unmittelbar vor dem Kaiserschnitt wird aber noch einmal mittels Ultraschall die Lage Ihres Kindes festgestellt. Es kommt immer wieder mal vor, dass sich manche Kinder noch am Ende der Schwangerschaft von selber in die Schädellage drehen.

Ambulantes Management bei vorzeitigem Blasensprung

Normalerweise ist der Abgang von Fruchtwasser – ein Blasensprung – ein Grund, die Klinik aufzusuchen. Falls aber noch keine Wehen zu spüren sind, wünschen sich manche Schwangeren noch einmal für einige Stunden nach Hause zu gehen, um entspannt in vertrauter Umgebung auf den Wehenbeginn zu warten.

Um diesem Wunsch zu entsprechen, müssen einige Vorrausetzungen erfüllt sein:

1. Dem Kind muss es gut gehen, d.h. das Herztonmuster ist unauffällig, es gab bisher eine normale Wachstumsentwicklung, das Fruchtwasser erscheint klar und es treten keine Blutungen auf.

2. Die Schwangere muss gesund sein: D.h. es liegen keine Vorerkrankungen vor: kein Bluthochdruck, kein Diabetes oder andere Erkrankungen

3. Es dürfen keine Hinweise auf eine Infektion vorliegen: kein Fieber, keine erhöhten Entzündungswerte im Labor, keine B-Streptokokken im Abstrich

4. Weitere Zeichen außer dem Blasensprung, die für einen Geburtsbeginn sprechen, liegen noch nicht vor: keine regelmäßige Wehentätigkeit, keine relevante Muttermundseröffnung.

Kommt ein ambulantes Vorgehen für Sie in Frage, wird abhängig von der Tageszeit ein Termin mit Ihnen vereinbart, zu dem Sie wieder in den Kreißsaal kommen sollten. Sie bekommen von uns Informationen mit, auf was Sie zu Hause achten sollten: Messen Sie regelmäßig Ihre Temperatur, beachten Sie Farbe und Geruch des abgehenden Fruchtwassers. Bei Auftreten von Veränderungen oder wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder Wehen bekommen, dürfen Sie selbstverständlich jederzeit auch vor dem vereinbarten Wiedervorstellungstermin zurück in die Klinik kommen.

Geburtsvorbereitende Akupunktur

Seit vielen Jahren bieten wir eine geburtsvorbereitende Akupunktur an. 2 mal in der Woche haben wir eine Akupunktursprechstunde eingerichtet, für die Sie sich im Sekretariat anmelden können. Durch Stimulation bestimmter Punkte kann die Eröffnungsphase der Geburt erleichtert werden und wir müssen weniger Schmerzmittel einsetzen. Auch viele Schwangerschaftsbeschwerden können so auf natürliche Weise gelindert werden. Damit haben wir mittlerweile gute Erfahrungen gesammelt.
Weitere Informationen hier >

Latenzphase

Die erste Phase der Geburt nennt man Latenzphase. In dieser Zeit treten die ersten schmerzhaft empfundenen Wehen auf. Die Geburt kündigt sich langsam an.

Der beste Ort für diese Phase – die auch mehrere Tage dauern kann – ist oft das eigene zu Hause. Der Ort, an dem Sie sich am wohlsten fühlen und am besten entspannen können. Hier haben Sie auch die nötige Ablenkung im Kreis vertrauter Personen. Meist sind die Wehen noch unkoordiniert, also unterschiedlich in Abstand und Intensität. Auch können diese Wehen wieder für einige Zeit aufhören. Wichtig zu wissen ist, dass in dieser Zeit alles erlaubt ist, was Ihnen gut tut.

Natürlich können Sie uns bei Unsicherheit auch in dieser Phase aufsuchen und wenn das eigene zu Hause keine Alternative ist, bieten unsere Wehenzimmer einen angenehmen Ort für diese Zeit: Mit eigenem Badezimmer, Ball, Betten für Sie und Ihren Partner und direktem Anschluss an den Kreißsaal.

Schmerzmittel

Zur Schmerzerleichterung bieten wir alternative Methoden wie Aromatherapie, verschiedene Öle zur Massage, unterstützenden Tee, Homöopathie, die Möglichkeit im warmen Wasser zu entspannen, sowie die klassischen schulmedizinischen Schmerzmittel, Lachgas oder eine Peridualanästhesie (PDA).

Bonding

Die Bindung des Neugeborenen an seine Mutter, bzw. Eltern, direkt nach der Geburt - das sogenannte Bonding - spielen dabei ein zentrale Rolle. Das Baby erhält sofort nach der Geburt Hautkontakt zur Mutter und die Eltern können sich behutsam ihrem Kind nähern, es willkommen heißen und sich in das Neugeborene komplett verlieben. Das Baby bleibt mindestens für den Zeitraum von einer Stunde bei seiner Mutter, die es zum ersten Mal stillt. Erst wenn sich Eltern und Kind kennengelernt haben, messen und wiegen die Hebammen das Neugeborene. Babyfreundliche Kliniken legen mit diesem Vorgehen einen wichtigen Grundstein für das weitere Leben und Zusammenleben.