Siloah St. Trudpert Klinikum, Klinik für Allgemein-, Viszeral, Thorax- und minimal-invasive Chirurgie
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Klinik für Allgemein-, Viszeral, Thorax- und minimal-invasive Chirurgie

Darmkrebs

Experten verschiedener Fachdisziplinen behandeln interdisziplinär. Patientinnen und Patienten mit der Diagnose „Darmkrebs"von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Um den Darmkrebspatienten eine individuelle und hoch spezialisierte Betreuung zu gewährleisten, haben wir daher ein Darmkrebszentrum gebildet.

Symptome des Darmkrebses


Chronische Symptome:

  • Änderung der Stuhlgewohnheiten
  • Bauchschmerzen
  • Abgänge von Blut mit dem Stuhl
  • Blutarmut verbunden mit Müdigkeit
  • Vermehrter Schleimabgang mit dem Stuhl
  • Gewichtsverlust
  • Tastbare Verhärtung im Bauchraum
     

Akute Symptome:

  • Erbrechen
  • Wind- und Stuhlverhalten
  • Starke Bauchschmerzen mit Abwehrspannung
  • Schwere Blutabgänge
     

Da diese Symptome häufig erst bei fortgeschrittenen Karzinomen vorliegen, empfehlen wir unbedingt die Teilnahme an einem Screening-Programm, damit die Karzinomdiagnose möglichst in einem frühen Stadium erfasst und dadurch die Heilungschance deutlich erhöht. Jeder Krankenversicherte hat Anspruch auf Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Auch Ihr Hausarzt kann Sie dazu individuell dazu beraten.

Untersuchungen

Die wichtigste Untersuchung ist die Spiegelung (Endoskopie) des gesamten Mast- und Dickdarm). Bei dieser Untersuchung können auch Proben aus der Darmwand gewonnen und zur weiteren feingeweblichen (histologischen) Untersuchung eingeschickt werden. Falls keine vollständige Endoskopie des Dickdarmes gelingen sollte, können wir mit einer speziellen Röntgenuntersuchung des Dickdarmes die innere Oberfläche darstellen (virtuelle Kolographie). Allerdings können Gewebeproben auf diesem Wege nicht entnommen werden.

Zur weiteren Diagnostik dienen noch folgende Untersuchungen:

  • Labordiagnostik
  • Röntgen des Brustkorbes (Thorax)
  • Ultraschall des Bauchraumes
  • Ultraschall im Mastdarm (Endosonographie)
  • Kernspintomographie (MRT)
  • Computertomographie von Brust- und Bauchraum (CT)

Therapie

Zentraler Bestandteil der Therapie des Dick- und Mastdarmkrebses ist die vollständige Entfernung des Tumors mit dem entsprechenden Darmabschnitt und den dazu gehörigen Lymphabflußwege. Je nach Lage des Tumors, Stadium (Fortschritt des Tumorleidens) und/oder Vorliegen von Absiedelungen (Metastasen) ist gegebenenfalls eine Vorbehandlung mittels Chemotherapie erforderlich. Eine Strahlentherapie vor Durchführung des operativen Eingriffs kommt beim Mastdarmtumor (Rektumkarzinom) unter bestimmten Voraussetzungen infrage. Abhängig von der feingeweblichen Untersuchung des Operationspräparates schließen wir nach erfolgter Operation sowohl bei Dick- als auch beim Mastdarmkarzinom eine Chemo- bzw. Strahlen- und Chemotherapie an. Studien zeigen, dass durch diese interdisziplinäre Behandlung eine deutliche Prognoseverbesserung zu erreichen ist. In unserem Darmkrebszentrum besprechen wir daher alle Karzinomfälle in der Tumorkonferenz. In der Tumorkonferenz sind Experten aller wichtigen Fachdisziplinen vertreten.

Operative Therapie

Der entsprechende Darmabschnitt wird mit den dazugehörigen Lymphabflußwegen radikal total operativ entfernt. Grundsätzlich hängt es von der Größe und Lage des Tumors ab, wie viel erkranktes und umliegendes Gewebe entfernt werden muss. Sofern möglich, wird minimal-invasiven Eingriffen der Vorzug gegeben. Dabei stehen uns auch zwei 4K-Operationstürme der neuesten Generation sowie ein DaVinci-OP-Roboter zur Verfügung. Nach Entfernung des erkrankten Darmabschnittes werden die beiden freiliegenden Darmenden miteinander vernäht. Die Darmpassage ist wieder hergestellt. Der Darm kann dann wieder seine gewohnten Aufgaben übernehmen.

Nur in bestimmten Fällen ist das Anlegen eines künstlichen Darmausganges erforderlich.

Während etwa beim Dickdarmkarzinom nur selten ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter, Stoma) angelegt werden muß, ist die Anlage eines Kunstafters bei Operationen des Mastdarmkrebses häufiger. Hier ist insbesondere die Lagebeziehung des Tumors zum Schließmuskel ausschlaggebend. Bei der Entfernung des Tumors muß ein ausreichender Sicherheitsabstand zum umliegenden gesunden Gewebe gewährleistet sein. Daher muß gelegentlich auch die Afterregion samt Schließmuskel vollständig mit entfernt werden. Es ist dann die Anlage eines dauerhaften Kunstafters unumgänglich. Häufig wird jedoch ein Stoma angelegt, um die Nahtverbindung zwischen den beiden Darmenden nach Entfernung des tumortragenden Abschnittes zu schonen. Die so geschaffene Nahtverbindung kann nach Vorschalten dieses Kunstafters ungestört heilen. Im Rahmen einer zweiten Operation kann dann der Kunstafter wieder zurückverlagert werden.

Verlauf

Teil der Gesamtbehandlung ist auch eine strukturierte Nachsorge nach erfolgter Therapie. Abhängig vom Tumorstadium führen wir dann Untersuchungen mittels Ultraschall (Sonographie), Röntgen incl. Computertomographie, Laboruntersuchungen und Endoskopie (Spiegelung) durch. Falls Absiedlungen des Karzinoms diagnostiziert werden sollten, stehen dann Chirurgie, Bestrahlung und Chemotherapie als Behandlungsoptionen zur Verfügung. Bei Tumorabsiedlungen in der Leber (Lebermetastasen) kann die operative Entfernung eine deutliche Prognoseverbesserung erreichen.

Weitere Informationen finden Sie im unserem Darmkrebszentrum.