Bild Siloah St. Trudpert Klinikum, Klinik für Gefäßchirurgie, Nahaufnahme Stent
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Klinik für Gefäßchirurgie

Aortenaneurysma – Wenn das größte Blutgefäß unter Druck steht

Steckbrief

Bild Siloah St. Trudpert Klinikum, Gefäßchirurgie, grafische Darstellung/Gegenüberstellung einer kranken und gesunden Gefäßes

Definition: Veränderung/Erweiterung in der Arterienwand (arterielle Aussackung)

Auftreten: Aorta (Hauptschlagader)

Häufigkeit: selten, häufig bei Männern ab 65 Jahren

Gefährlichkeit: sehr hoch, kann unerkannt und unbehandelt zum Tod führen

Heilungschancen: sehr gut, falls die Arterie noch nicht geplatzt ist

Was ist ein Aortenaneurysma?

Aneurysmen sind ballonartige Aussackungen bzw. Erweiterungen an der Wand der Blutgefäße. Am häufigsten tritt ein Aneurysma an der Aorta, der Hauptschlagader, auf. Über 90 Prozent der Aortenaneurysmen betreffen die untere Hauptschlagader im Bauchraum, das sogenannte Bauchaortenaneurysma.

Was macht das Aortenaneurysma so gefährlich?

Krankhafte Erweiterungen der Brust-, Bauch- und Beckenschlagader können gefährlich werden, sollten sie unentdeckt bleiben. Je größer ein Aneurysma wird, desto höher ist auch das Risiko, dass es plötzlich reißt (Ruptur). Dann wird es lebensgefährlich, denn wenn die Gefäßwand platzt, kommt es oftmals zu einer tödlich verlaufenden inneren Blutung.

Was sind die Warnzeichen der Erkrankung?

Das Tückische an der Erkrankung ist, dass zunächst erstmal keine Schmerzen oder Beschwerden auftreten. Oft werden die krankhaften Veränderungen der Blutgefäße erst in einer Routine-Untersuchung entdeckt. Steht ein Bauchaortenaneurysma kurz davor zu platzen, kommt es zu:

  • Unerträglichen Bauchschmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen
  • Übelkeit und Erbrechen

Welche Ursachen gibt es?

Meist ist eine Gefäßverkalkung Ursache eines Aneurysmas, was dazu führt, dass sich die Brust-, Bauch- oder Beckenschlagader erweitern. In dieser Erweiterung sammelt sich das Blut über die Zeit an und die Gefäßwand der Aorta droht aufgrund des Drucks zu platzen. Man droht innerlich zu verbluten.

Wie wird ein Aortenaneurysma diagnostiziert?

Ob sich ein Aortenaneurysma gebildet hat, kann der Arzt mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung feststellen. Das Screening ist schmerzlos und strahlenfrei.

Was ist die Hauptrisikogruppe?

Männer ab 65 Jahren sind häufiger betroffen als Frauen im selben Alter. Das Screening sollte spätestens in dieser Altersgruppe durchgeführt werden, da sich in diesem Alter entweder schon ein Aneurysma entwickelt hat oder nicht.

Was sind die Risikofaktoren?

  • Rauchen
  • Nicht ideales Körpergewicht
  • Arterioskleros
  • Familiäre Fälle der Gefäßerweiterung

Welche Optionen gibt es bei einem Aneurysma?

Ist ein Aneurysma entstanden, kann es nicht mehr kleiner werden. Indem man die Blutfettwerte und den Blutdruck stabilisiert, kann allerdings ein weiteres Anwachsen verlangsamt werden.

Die kritische Grenze bei einem Aneurysma liegt bei einem Durchmesser von 5 cm. Dann ist die Gefahr, dass es durch einen Gefäßwandriss platzt, gegeben. Folgenden Angaben gelten als Richtlinie, in welchem Zeitraum eine Operation erfolgen sollte:

5 cm Durchmesser

3 Monate

6 cm Durchmesser

3 Wochen

7 cm Durchmesser

3 Tage

Gefäße mit einem Durchmesser von weniger als 5 cm müssen regelmäßig beobachtet werden.

Welche Operationsmethode wird angewandt?

Bei einem Bauchaortenaneurysma wird ein minimal-invasiver Eingriff bevorzugt. Mittels eines Stents (endovaskuläres Verfahren) schiebt der Arzt über die Leistenarterie eine kleine Röhre (Stent) bis zur Wandaussackung vor. Mit dem Stent kann er das Gefäß stabilisieren und das Aortenaneurysma überbrücken.

Wie kann einem Aortenaneurysma vorgebeugt werden?

  • Gesunde Ernährung
  • Ausreichend Bewegung
  • Gute Blutzucker-, Blutdruck- und Cholesterinwerte
  • Nichtrauchen
  • Vorsorgeuntersuchungen

Ü-65-Screening auf Bauchaortenaneurysmen

Gefaeßchirurgie Aortenaneurysma

Da Aortenaneurysmen meist nur per Zufall entdeckt werden, möchte die Klinik für Gefäßchirurgie zusammen mit Praxen aus Pforzheim und der Region für dieses Thema sensibilisieren. Mit der Aktion „Screening-Sommer“ rufen wir die Hauptrisikogruppe – Männer ab dem 65. Lebensjahr – dazu auf, die Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen. Gesetzlich versicherte Männer haben ab 65 Jahren ein Mal im Leben Anspruch auf ein Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Die Untersuchung zeigt, ob sich die Aorta erweitert oder verändert hat.

Partner der Aktion 2021

Folgende Ärzte und Praxen sind Partner der Aktion, bei ihnen und ihrem Hausarzt können Patientinnen und Patienten ein Screening durchführen lassen:

Amal Al-Mashhadani, Pforzheim
Dr. med. Edmund Bayer, Pforzheim
Dr. med. Matthias Bittighofer, Pforzheim
Dres. med. Steffen Brenk und Marko Schröck, Pforzheim
Kenan Demiroglu, Pforzheim
Dipl.-Med. Christoph Dempe, Calw
Dr. med. Yves Dencausse, Pforzheim
Wolfgang Endreß, Niefern
Dres. med. Claudia Franke-Schenk und Gertrud Mund, Karlsbad-Spielberg
Dr. med. Gerald Freier und Kamil Celik, Neuenbürg
Dr. med. Heike Giek und Georg Goldfuß, Tiefenbronn
Ralph G. Hammer, Pforzheim
Dr. med. Thomas Helder, Mühlacker
Dr. med. Jochen Hofmann, Birkenfeld
Dr. med. Dorothee Kemps, Straubenhardt
Dres. med. Andre Lais und Thomas Lais, Eisingen
Dres. med. Martina und Thomas Lang, Simmozheim
Dr. med. Hans-Peter Lutz, Pforzheim
Dr. med. Till Neugebauer, Maulbronn
Dr. med. Paul Pitsch, Friolzheim
Dres. med. Ute Rabe und Christine Körner-Gerber, Königsbach-Stein
Dr. med. Günther Kurt Rapp, Knittlingen
Dr. med. Elke Reisinger-Grundler, Pforzheim
Claudia Richter und Dr. med. Armin Vogel, Tiefenbronn
Dr. med. Alexander Schleider, Pforzheim
Dr. med. Frank Schneider, Mönsheim
Dr. med. Andreas Schuhmann, Pforzheim
Dr. med. Reto Schwenke, Walzbachtal
Dr. med. Oliver Stütz, Pforzheim
Dr. med. Marc-Nicolas Traub, Bad Wildbad
Dr. med. Stefan Trick, Pforzheim
Dr. med. Annette Vágner, Bretten
Dr. med. Michael Volz, Ispringen
Dr. med. Ulrich Weber, Niefern-Öschelbronn
Dres. med. Eva und Werner Widmann, Engelsbrand

Wichtiger Hinweis

Ich bin ein Blindtext. Von Geburt an. Es hat sehr lange gedauert, bis ich begriffen habe, was es bedeutet, ein blinder Text zu sein: Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin ich deswegen ein schlechter Text? Ich weiss, dass ich niemals die Chance habe in einer grossen Zeitung zu erscheinen. Aber bin ich deswegen weniger wichtig? Ich bin blind! Aber ich bin gerne ein Text.
Und sollten Sie mich jetzt dennoch zu ende lesen, dann habe ich etwas geschafft, was den meisten normalen Texten nicht gelingt.

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