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Prostatakrebszentrum

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland und nimmt seit fast drei Jahrzehnten stetig zu.
Die gute Nachricht: Die meisten Prostatakarzinome können heute im Rahmen der Früherkennung durch erhöhte Werte des Prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut oder auch später durch die rektale Tastuntersuchung erkannt werden. Die Verbindung der Präzisionsdiagnostik aus Bildgebung und pathologischen Untersuchungsdaten führt dabei zu einem eindeutigen Nachweis für eine Erkrankung.

In unserem Prostatakrebszentrum bieten wie Patienten eine maßgeschneiderte Behandlungsplanung. Denn aus jahrelanger Erfahrung wissen wir: Trotz der belastenden Diagnose Prostatakrebs haben durch die frühzeitige Erkennung die meisten Patienten gute Chancen, dauerhaft geheilt zu werden. Und selbst bei einer fortgeschrittenen Erkrankung können unsere Experten Therapien einleiten, die zu einer längeren Stabilisierung der Krebserkrankung führen.

Hier möchten wir Ihnen unser Prostatakrebszentrum näher vorstellen.

Was ist das Besondere am Zentrum?

Das Prostatakrebszentrum am Siloah St. Trudpert Klinikum erfüllt sämtliche Anforderungen der medizinischen Fachgesellschaften,
die an ein onkologisches Zentrum mit Hilfe von detailliert festgelegten qualitativen Merkmalen gestellt werden. Neben der interdisziplinären Zusammenarbeit der Experten, der technischen und personellen Ausstattung sowie einer signifikanten Anzahl
von bereits behandelten Patienten müssen alle Maßnahmen in der Diagnostik und Therapie auf den neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen und den aktuell gültigen Leitlinien basieren.

Das Leitbild des Prostatakrebszentrums können Sie hier im Detail einsehen.

Welche Experten arbeiten im Prostatakrebszentrum zusammen?

Wir verstehen uns als Team von Experten. Gemeinsam erfolgt die Versorgung durch unsere spezialisierten Operateure sowie
unser erfahrenes Ärzte- und Pflegeteam. Am Siloah St. Trudpert Klinikum arbeiten verschiedene Fachbereiche der Urologie, der Strahlentherapie (Radioonkologie), der Radiologie, der Onkologie (Krebsheilkunde) und der Pathologie eng zusammen. Neben unseren ärztlichen Spezialisten kümmert sich ein Team von Experten aus dem Bereich der Krankenpflege und -gymnastik um Ihre rasche Genesung.

Wie sieht die individuelle Betreuung des Patienten aus?

Wir betreuen unsere Patienten engmaschig von der Diagnostik über die Therapie bis zur Nachsorge. Dank unserer überregionalen und internationalen Vernetzung stehen Ihnen neue und innovative Diagnostik- und Therapiesysteme zur Verfügung. Aufgrund der Vielzahl an Behandlungsoptionen, fällt die Entscheidung, welche Therapie oder Therapiekombination in Ihrer Situation die Richtige ist, oft schwer. Zudem erfordert eine umfassende onkologische Betreuung oft den Einsatz einer Chemo- oder Immuntherapie. Aber erst ein präzises Verständnis der individuellen Gesundheits- und Tumorsituation, sowie die individuelle Beratung - basierend auf realistischen Daten und aktuellen Empfehlungen - sichert uns und Ihnen eine Kontrolle der Krebserkrankung mit möglichst geringen Nebenwirkungen. Im Prostatakrebszentrum stehen uns neben der minimal-invasiven operativen Tumorentfernung mit den neuesten da Vinci® Xi™ und X™-Robotik-Systemen, die hochpräzise Strahlentherapie mit dem Varian TrueBeam™ System zur Verfügung.

Wie wird Prostatakrebs diagnostiziert?

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Die Erkennung der Krebsherde in der Prostata gestaltet sich allerdings oft schwierig. Mit Hilfe von modernen Untersuchungstechniken können wir im Prostatakrebszentrum beispielsweise mit der hochauflösenden Ultraschalluntersuchung und der Kernspintomographie (MRT) heute Tumoren besser erkennen. Zur Erkennung und Therapieplanung dieser Erkrankung müssen jedoch weiterhin kleine Proben aus der Prostata entnommen werden. Hierzu nutzen wir in der urologischen Klinik als eines der wenigen europäischen Zentren die sogenannte 29 MHz-Mikroultraschall- Fusionstechnologie (ExactVu™), um hochpräzise krebsverdächtige Areale in der Prostata zu untersuchen.

Wie wird Prostatakrebs behandelt?

Bei lokalisiertem Prostatakrebs kommt eine Prostataentfernung mit/ohne Lymphknoten in Form einer minimal-invasiven Operation mit dem da Vinci-Operationssystem in Frage. Eine Strahlentherapie stellt eine weitere Therapieoption zur Heilung dar.
Bei metastasiertem Prostatakrebs werden Hormon-, Chemotherapie, personalisierte Medizin und/oder eine Schmerztherapie eingesetzt. Welche Therapieform für den Patienten die richtige ist, wird individuell erörtert.

Welche OP-Methode findet in der Regel bei einem lokalisierten Prostatakrebs Anwendung?

In unserer Klinik erfolgt die Operation im Gegensatz zu anderen Zentren ausschließlich über einen minimal-invasiven Zugang
mit Hilfe des da Vinci®-Operationssystems (roboterassistierte radikale Prostatektomie).

Wie muss man sich eine OP mit dem da Vinci®-Operationssystem vorstellen?

Der Eingriff ist dem jeder anderen Operation ähnlich, mit dem einzigen Unterschied, dass der Operateur nicht direkt am Patienten, sondern an der Konsole operiert. Mit Hilfe von Roboterarmen steuert er unter visueller Kontrolle über den
3D-Monitor die Instrumente, die die Beweglichkeit der menschlichen Hand um ein Vielfaches übertreffen. Die Bewegungen der Hand werden dabei vollkommen zitterfrei übertragen. Am Operationstisch befindet sich desweiteren ein fahrbares Stativ,
das mit vier Armen ausgestattet ist. Ein Arm wird für eine dreidimensionale Kamera genutzt, die übrigen drei können mit
auswechselbaren Instrumenten versehen werden. Wichtig zu wissen: Der Roboter alleine operiert den Patienten nicht, sondern der speziell ausgebildete Arzt. Ohne den Operateur steht der da Vinci®-Roboter still. Er ist weder programmiert, noch führt er Schnitte selbstständig durch. Ganz im Gegenteil: Der da Vinci®-Roboter stellt die präzise Ausführung aller Bewegungen des Chirurgen sicher.

Welche Rolle übernimmt die Pflege im Therapieprozess?

Neben der ärztlichen Diagnostik und einer individuellen Therapie ist unsere auf eine nachhaltige Genesung und das Wohlbefinden unserer Patientinnen und Patienten ausgerichtete Pflege ein wesentlicher Bestandteil im Behandlungsprozess. Unser Anspruch ist es, Sie als Patienten während Ihres gesamten stationären Aufenthaltes in unserer Klinik fachlich kompetent und empathisch zu begleiten.Dabei arbeiten wir nach definierten und aktuellsten Pflegestandards, die ein einheitliches hohes Qualitätsniveau in der pflegerischen Versorgung gewährleisten. Unsere Pflegeteams setzen sich aus langjährig erfahrenen Pflegekräften, aus der Ausbildung kommenden Kräften sowie aus Schülern zusammen. Im urologischen Bereich arbeiten die Pflegefachkräfte gleichermaßen auf beiden Stationen (46/47) und stimmen sich hier eng mit den Kolleginnen und Kollegen des Wachzimmers ab. Damit erreichen wir ein Optimum an Kenntnis, Erfahrung und Flexibilität, unabhängig von der jeweiligen personellen Besetzung.

Das spezialisierte Team arbeitet interdisziplinär in und mit allen Abteilungen des Klinikums, die ihre Kompetenz und Unter-stützung benötigen. Möglich machen dies die entsprechenden Zusatzqualifikationen im Bereich der Onkologie, Pain Nurse, Naturheilkunde und Palliative Care, über die die Kolleginnen und Kollegen verfügen. Detaillierte Fachkompetenz weisen desweiteren unsere onkologischen Fachpflegekräfte auf, die sich im Rahmen von onkologischen Pflegevisiten fachübergreifend vernetzen und austauschen. So kann jederzeit bei entsprechendem Bedarf eine konsiliarische Begutachtung des Patienten erfolgen.

Wo wird Hilfe angeboten, die über die Therapie hinaus geht?

Unser Netzwerk bietet Patienten in verschiedenen Phasen der Erkrankung Hilfe und Unterstützung: So stehen Ihnen Ansprechpartner aus dem Sozialdienst, der Selbsthilfe, der Ernährungsberatung oder genetischen Beratung zur Seite. Zum großen Netzwerk der Kooperationspartner gehören des weiteren Experten aus der Physiotherapie und der Psychoonkologie.

An welchen Studien zum Thema Prostatakrebs beteiligt sich das Zentrum?

Das Prostatakrebszentrum beteiligt sich an Studien zu einer weiteren Therapieverbesserung. Derzeit besteht eine Kooperation mit der Studienpraxis Urologie in Nürtingen Hr. Prof. Dr. med. T. Todenhöfer  und Fr. Dr. med. S. Feyerabend zur folgenden Studie:
Phase III Studie für Patienten mit metastasiertem, hormonrefraktärem Prostatakarzinom, Progress unter antihormoneller Therapie: Enzalutamit +/- Talazoparib (PARP Inhibitor)

Kontakt

Prostatakrebszentrum am Siloah St. Trudpert Klinikum
Wilferdinger Straße 67, 75179 Pforzheim

Leiter des Prostatakrebszentrums
Chefärzte Dr. med. Volker Zimmermanns
Telefon: 07231 498-6701
E-Mail:urologie@siloah.de

Koordinator des Prostatakrebszentrums
Robert Wachala, FEBU
Tel: 07231 498-6750
E-Mail: r.wachala@siloah.de

Spezialsprechstunde "Robotik"
Mittwoch 13:00 - 15:00 Uhr und nach Vereinbarung