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Nierenkrebszentrum

Die meisten Karzinome der Niere werden heutzutage in frühen Stadien bei einer Ultraschalluntersuchung oder auch bei einer CT- oder MRT-Untersuchung zufällig entdeckt. Bei unklaren Gewebeveränderungen an der Niere erfolgt daher zunächst eine gezielte Schnittbildgebung mittels Computer- oder Magnetresonaztomographie. Sollte sich der Verdacht erhärten, führen wir zusätzlich eine Ausbreitungsdiagnostik z.B. der Lunge durch, um Tumorabsiedelungen auszuschließen. Danach wird der Tumor - wenn immer möglich - unter Erhaltung der Niere herausoperiert. Im Nierenkrebszentrum am Siloah St. Trudpert Klinikum werden nahezu alle Nierenkrebsoperationen minimal-invasiv, roboter-assistiert oder laparaskopisch (Schlüsselloch-Chirurgie) durchgeführt, herkömmliche offene Nierenoperationen sind kaum mehr notwendig.

Durch die Vorstellung Ihrer Krankengeschichte in unserem interdisziplinären Expertengremium, das aus auf Nierenkrebs spezialisierten Urologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, internistischen Onkologen und Psychoonkologen besteht, finden wir die bestmögliche Behandlung nach modernsten Therapiegrundsätzen und erstellen einen maßgeschneiderten Therapieplan, der auf Ihre Wünsche und Ihren Gesundheitszustand abgestimmt ist.

Hier möchten wir Ihnen unser Nierenkrebszentrum näher vorstellen.

  • Dr. Buchgeister Nierenultraschall
  • Schwestern Urologie Portrait
  • Prof. Kruch und Dr. Buchgeister bei der Visite
  • Dr. Buchgeister mit Schwester Ute im Gespräch
  • Visite Prof. Kruck, Dr. Buchgeister und Schwester Ute

Was ist das Besondere am Zentrum?

Das Nierenkrebszentrum am Siloah St. Trudpert Klinikum erfüllt sämtliche Anforderungen der medizinischen Fachgesellschaften,
die an ein onkologisches Zentrum mit Hilfe von detailliert festgelegten qualitativen Merkmalen gestellt werden. Neben der
interdisziplinären Zusammenarbeit der Experten, der technischen und personellen Ausstattung sowie einer signifikanten Anzahl
von bereits behandelten Patienten müssen alle Maßnahmen in der Diagnostik und Therapie auf den neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen und den aktuell gültigen Leitlinien basieren.

Das Leitbild des Nierenkrebszentrums können Sie hier im Detail einsehen.

Welche Experten arbeiten im Nierenkrebszentrum zusammen?

Wir verstehen uns als Team von Experten. Gemeinsam erfolgt die Versorgung durch unsere spezialisierten Operateure sowie unser
erfahrenes Ärzte- und Pflegeteam. Am Siloah St. Trudpert Klinikum arbeiten verschiedene Fachbereiche der Urologie, der
Strahlentherapie (Radioonkologie), der Radiologie, der Onkologie (Krebsheilkunde) und der Pathologie eng zusammen. Neben
unseren ärztlichen Spezialisten kümmert sich ein Team von Experten aus dem Bereich der Krankenpflege und -gymnastik um Ihre
rasche Genesung.

Wie sieht die individuelle Betreuung des Patienten aus?

Wir betreuen unsere Patienten engmaschig von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Dank unserer überregionalen und internationalen Vernetzung stehen Ihnen neue und innovative Diagnostik- und Therapiesysteme zur Verfügung.
Trotzdem kann die Entscheidung, welche Therapie oder Therapiekombination in Ihrer Situation die Richtige ist, schwer fallen.
Zudem kann eine umfassende uroonkologische Betreuung den Einsatz einer medikamentösen Systemtherapie erfordern. Erst ein
präzises Verständnis der individuellen Gesundheits- und Tumorsituation, sowie die individuelle Beratung - basierend auf realistischen Daten und aktuellen Empfehlungen - sichert Ihnen und uns eine Kontrolle der Krebserkrankung mit möglichst geringen
Nebenwirkungen.

Wie wird Nierenkrebs diagnostiziert?

Nachdem der Verdacht auf einen Nierentumor im Ultraschall oder einer anderen radiologischen Untersuchung gestellt wurde, muss zunächst die spezifische radiologische Schnittbildgebung (Computertomographie mit Kontrastmittel oder Kernspintomographie) für diese genaue Fragestellung erfolgen. Diese kann dann einen gutartigen Nierentumor von einem Verdacht auf Nierenkrebs trennen. Bei Verdacht auf Nierenkrebs besteht wann immer möglich, die Indikation zur operativen Entfernung des Tumors, wenn möglich unter Erhaltung der Niere. Vor der Operation wird zusätzlich die Lunge (Computertomographie) untersucht, um eine Absiedelung des Tumors auszuschließen (diese liegt im Frühstadium nahezu nie vor). Auch die Operation selbst ist Teil der Diagnostik, weil das entnommene Gewebe vom Pathologen im Anschluss untersucht wird und in der weiteren Therapieplanung Einzug hält. Kann ein Nierentumor primär nicht operiert werden, erfolgt eine Biopsie, um den Therapieplan weiter festzulegen.

Wie wird Nierenkrebs behandelt?

Im Nierenkrebszentrum steht uns die neueste Generation des da Vinci®-Roboter-Operationssystems Xi™ zur Verfügung. Operationen werden in unserem Haus im Gegensatz zu anderen Zentren ausschließlich über einen minimal-invasiven Zugang mit Hilfe des da Vinci®-Operationssystems (roboter-assistierte Nierenteilresektion) durchgeführt. Nur in absoluten Ausnahmefällen muss dieser Zugang - z.B. bei starken Verwachsungen nach Voroperationen - in einen klassischen Flankenschnitt umgewandelt werden.

Sollte eine Nierenkrebserkrankung sehr viele Metastasen gebildet haben oder befinden sich diese an nicht operablen Orten, muss eine Systemtherapie erfolgen. In gewissen Fällen kann aber auch hier die Entfernung der tumortragenden Niere noch sinnvoll sein (zytoreduktive Nephrektomie). Unter einer Systemtherapie versteht man eine medikamentöse Therapie mit Tabletten oder über die Vene, um das Tumorwachstum zu bremsen, wenn es nicht mehr zu heilen ist. Dies erfolgt beim Nierenkrebs nicht in Form einer Chemotherapie, weil dieser dagegen resistent ist. Die aktuelle, leitlinienkonforme Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms besteht aus einer Kombinationstherapie von Immuntherapie (Infusionen über die Vene) und Tyrosinkinaseinhibitoren (Tabletten).

Welche OP-Methode findet in der Regel bei einem lokalisierten Nierenkrebs Anwendung?

Operationen werden in unserem Haus im Gegensatz zu anderen Zentren ausschließlich über einen minimal-invasiven Zugang mit Hilfe des da Vinci®-Operationssystems (roboter-assistierte Nierenteilresektion) durchgeführt. Nur in absoluten Ausnahmefällen muss dieser Zugang - z.B. bei starken Verwachsungen nach Voroperationen - in einen klassischen Flankenschnitt umgewandelt werden.

Wie muss man sich eine OP mit dem da Vinci®-Operationssystem vorstellen?

Der Eingriff ist dem jeder anderen Operation ähnlich, mit dem einzigen Unterschied, dass der Operateur nicht direkt am Patienten, sondern an der Konsole operiert. Mit Hilfe von Roboterarmen steuert er unter visueller Kontrolle über den 3D-Monitor die Instrumente, die die Beweglichkeit der menschlichen Hand um ein Vielfaches übertreffen. Die Bewegungen der Hand werden dabei vollkommen zitterfrei übertragen. Am Operationstisch befindet sich desweiteren ein fahrbares Stativ, das mit vier Armen ausgestattet ist. Ein Arm wird für eine dreidimensionale Kamera genutzt, die übrigen drei können mit auswechselbaren Instrumenten versehen werden. Wichtig zu wissen: Der Roboter alleine operiert den Patienten nicht, sondern der speziell ausgebildete Arzt. Ohne den Operateur steht der da Vinci®-Roboter still. Er ist weder programmiert, noch führt er Schnitte selbstständig durch. Ganz im Gegenteil: Der da Vinci®-Roboter stellt die präzise Ausführung aller Bewegungen des Chirurgen sicher.

Welche Rolle übernimmt die Pflege im Therapieprozess?

Neben der ärztlichen Diagnostik und einer individuellen Therapie ist unsere auf eine nachhaltige Genesung und das Wohlbefinden unserer Patientinnen und Patienten ausgerichtete Pflege ein wesentlicher Bestandteil im Behandlungsprozess. Unser Anspruch ist es, Sie als Patienten während Ihres gesamten stationären Aufenthaltes in unserer Klinik fachlich kompetent und empathisch zu begleiten. Dabei arbeiten wir nach definierten und aktuellsten Pflegestandards, die ein einheitliches hohes Qualitätsniveau in der pflegerischen Versorgung gewährleisten. Unsere Pflegeteams setzen sich aus langjährig erfahrenen Pflegekräften, aus der Ausbildung kommenden Kräften sowie aus Schülern zusammen. Im urologischen Bereich arbeiten die Pflegefachkräfte gleichermaßen auf beiden Stationen (46/47) und stimmen sich hier eng mit den Kolleginnen und Kollegen des Wachzimmers ab. Damit erreichen wir ein Optimum an Kenntnis, Erfahrung und Flexibilität, unabhängig von der jeweiligen personellen Besetzung.

Das spezialisierte Team arbeitet interdisziplinär in und mit allen Abteilungen des Klinikums, die ihre Kompetenz und Unter-stützung benötigen. Möglich machen dies die entsprechenden Zusatzqualifikationen im Bereich der Onkologie, Pain Nurse, Naturheilkunde und Palliative Care, über die die Kolleginnen und Kollegen verfügen. Detaillierte Fachkompetenz weisen des Weiteren unsere onkologischen Fachpflegekräfte auf, die sich im Rahmen von onkologischen Pflegevisiten fachübergreifend vernetzen und austauschen. So kann jederzeit bei entsprechendem Bedarf eine konsiliarische Begutachtung des Patienten erfolgen.

Wo wird Hilfe angeboten, die über die Therapie hinaus geht?

Unser Netzwerk bietet Patienten in verschiedenen Phasen der Erkrankung Hilfe und Unterstützung: So stehen Ihnen Ansprechpartner aus dem Sozialdienst, der Selbsthilfe, der Ernährungsmedizin oder genetischen Beratung zur Seite. Zum großen Netzwerk der Kooperationspartner gehören des weiteren Experten aus der Physiotherapie und der Psychoonkologie.

Unsere Hauptkooperationspartner

Strahlentherapie

ROCC Praxis für Strahlentherapie
Pforzheimer Straße 48, 75223 Niefern-Öschelbronn
Leitung: Dr. med. Ulrich Thalacker

Genetische Beratung

Praxis für Humangenetik und Prävention, Onkogenetische Schwerpunktpraxis
Dr. med. Robert Hering, Reinsburgstraße 13, 70178 Stuttgart
Leitung: Dr. med. Robert Hering

PathologieInstitut für Pathologie und Molekularpathologie
Kanzlerstraße 2-6, 75175 Pforzheim
Leitung: Prof. Dr. med. Afshin Fayyazi und Dr. med. Georg Schumm
HospizChristliches Hospiz Pforzheim/Enzkreis
Heinrich-Wieland-Allee 77, 75177 Pforzheim
Leitung: Martin Gengenbach

 

Selbsthilfegruppe NierenkrebsDas Lebenshaus e.V.,
Untergasse 36, 61200 Wölfersheim
Leitung: Karin Kastrati
NuklearmedizinRadiologie am Schlössle
Kiehnlestraße 14/15, 75172 Pforzheim
Leitung: Dr. med. Ulrich Knust
StudieneinheitStudienpraxis Urologie
Steinengrabenstr. 17, 72622 Nürtingen
Leitung: Dr. med. Susan Feyerabend, Prof. Dr. Tilman Todenhöfer

 

Kontakt

Nierenkrebszentrum am Siloah St. Trudpert Klinikum
Wilferdinger Straße 67, 75179 Pforzheim

Leiter des Nierenkrebszentrums
Dr. med. Volker Zimmermanns und Prof. Dr. Stephan Kruck
Telefon: 07231 498-6701
E-Mail:urologie@siloah.de

Koordinator des Nierenkrebszentrums
Dr. med. Philipp Buchgeister
Telefon: 07231 498-6701
E-Mail:Philipp.Buchgeister@siloah.de

Spezialsprechstunde "Robotik"
Mittwoch 13:00 - 15:00 Uhr und nach Vereinbarung

Alle Ansprechpartner

Hier finden Sie alle wichtigen Ansprechpartner im Nierenkrebszentrum sowie unsere Kooperationspartner und Partner-Praxen auf einen Blick - inklusive Kontaktdaten.

Zentrum für Robotik

Bild Siloah St. Trudpert Klinikum Pforzheim, Urologie, da-Vinci-Roboter, Arzt operiert am da-Vinci-Roboter

Mit zwei daVinci™ Operationssystemen und über 2.500 erfolgreichen Operationen gehört unser OP-Team zu den Spitzenzentren in Deutschland.

Der Roboter als Assistent

Teaserbild Urologie Film

Prof. Dr. med. Stephan Kruck und Dr. med. Volker Zimmermanns erläutern im Film unter anderem die zahlreichen Vorteile der modernen OP-Methodik.